Programm
Wenn Du neugierig geworden bist, komm` doch einfach mal vorbei. Gäste sind bei vorheriger Anmeldung immer herzlich willkommen. Wir treffen uns 14-tägig donnerstags 20 Uhr im Haus Overkamp, Wittbräucker Straße 633, 44265 Dortmund. Mehr Infos unter: www.overkamp-gastro.de.
Unsere nächsten Termine:
2. September 2010, 20 Uhr
Organisationsmeeting im Haus Overkamp
3. September 2010
3rd United Charity Party
9. September 2010
Active-Meeting: Minigolf
16. September 2010, 20 Uhr
Vortragsmeeting, Haus Overkamp "Energiemix Deutschland", Christoph Pohlmann
Das Programm des 1. Halbjahres 2010/11 kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Anmerkung
Das vorliegende Programm ist vorläufig und kann sich mitunter noch ändern. Die Angaben erfolgen ohne Gewähr auf Vollständig- und Richtigkeit.
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Extraschicht auf Bergwerk Ost: Rotaract in 1200 Meter Tiefe
Ein Bericht von Constantin Blaß
Langsam und vorsichtig laufen wir an der gelb lackierten Absperrung die Metalltreppe hinunter. Schritt für Schritt. Ein Fuß vor den nächsten. Ein Korbgerüst aus Stahl liegt vor uns. „Mir ist ein bisschen mulmig“, sagt jemand. Es waren die letzten Worte bevor es am Donnerstag, den 8. Oktober 2008 für die Rotaract-Mitglieder hinabging. Ganz tief in die Dunkelheit.
15.30 Uhr, kurz vor der Nachtschicht auf dem Bergwerk Ost in Hamm. In der Kaue, der Umkleide der Bergleute ziehen wir uns um. Das blau-weiß gestreifte Bergmannshemd, den hellen Arbeitsanzug, das Halstuch, Schutzbrille und die Schienbeinschoner. An unserem Gürtel hängt der Selbstretter. Er kann im Notfall das Brandgas Kohlenmonoxid in ungiftiges Kohlendioxid verwandeln.
Wenig später haben wir den Fahrstuhl betreten. Mit einem Ruck beginnt das Abenteuer unter Tage. Unsere Kabine wird an dicken Stahlseilen in beeindruckender Geschwindigkeit in den Schacht gelassen. „Wir machen so um die acht Meter pro Sekunde“, sagt einer der Bergleute. Unser Korb wackelt, scheint manchmal an den Seiten anzuschlagen. Warme Winde wehen durch den Korb. Die Erdwärme. Dann sind wir da. 1200 Meter in der Tiefe.
Einer der Kumpel öffnet das Schutzgitter. Die Luft riecht klebrig und alt. Nach Schmieröl und Vergangenheit. Seit 1901 wird in Hamm Bergbau betrieben. Zuerst auf Haus Aden. Jetzt ist „Heinrich-Robert“ einer der letzten aktiven Schächte. Am 30. September 2009 ist Schluss auf dem Bergwerk Ost. Dann wird die Förderung der hochwertigen Koks-Kohle eingestellt.
Um zum Stollen zu kommen, nehmen wir die Bahn. Die „Diesel-Katze“ erinnert an die Wuppertaler Schwebebahn. An tausenden ca. zwei Meter langen und zusammengesetzten Stahlträgern bahnt sie sich den Weg durch das Streckennetz. Ab und an flackern Neonröhren, die meiste Zeit verlassen wir uns aber auf den Schein der Lampe auf unseren weißen Helmen. Sie wirft einen kleinen Kreis Licht vor unsere Füße.
Wir stapfen immer tiefer ins Bergwerk. Die Temperatur steigt. Es sind ca. 30 Grad. Vor Ort sind Bergleute bei der Arbeit. „Glück auf“, rufen sie uns zu. Ihr Gesicht ist vom Kohlenstaub geschwärzt. Bereitwillig geben sie uns Auskunft. Zur Demonstration schmeißen sie sogar den eigentlich defekten Hobel an. Mit zehn Prozent Leistung. 300 Meter fräst er sich durch den Stollen, dann macht er kehrt. Ritsch, ratsch. Die Kohle wird über ein Förderband abtransportiert.
1,82 Millionen Tonnen fördert das Bergwerk Ost im Jahr. 2500 Bergleute sind dafür im Einsatz. Wir haben Glück: Arbeiten müssen wir nicht. Wir dürfen nur Fragen stellen. Und uns wenig später wieder in die Diesel-Katze zwängen. Ca. 20 Minuten sind wir unterwegs. Dann sind wir wieder am Hauptschacht. Mit einem Ruck setzt sich der Fahrstuhl wieder in Bewegung. Keine fünf Minuten später: Oberfläche. Raus aus der Tiefe. Raus aus der Dunkelheit.
Hinweis: Unter Tage für den Dortmunder Rotaract Club dabei waren Barbara Gockel, Christian van Bremen und Constantin Blaß. Die Besichtigung erfolgte auf Initiative, Organisation und Einladung des Rotaract Clubs Witten-Ruhrtal, dem dafür ein großes Dankeschön gebührt.

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